Everybody's fucked in his own special way

Sonntag, 17. Dezember 2017

So leben wir alle Tage

Jeden Tag, wenn ich an der Pfütze vorbeikomme, habe ich das Gefühl, sie fotografieren zu müssen, obwohl man ja immer dasselbe sieht.

Gestern bin ich von der anderen Straßenseite gekommen und sah, dass noch mehr darin versteckt ist.


Samstag, 16. Dezember 2017

Der Träumer, erwachend (2)

Letzthin habe ich mich mit F. über Träume unterhalten, auch darüber, inwieweit sie einer Deutung zugänglich sind. Ich habe mich vor Jahrzehnten mal etwas ausführlicher mit dem Thema beschäftigt und mich durch Freud, Fromm, Jung gelesen und bin dann zur Überzeugung gelangt, dass Träume einem manchmal helfen können, unbewusste Konflikte zu erkennen. Beispielhaft war für mich immer ein Traum, den ich mit vielleicht 20 Jahren hatte: Ich war mit Paul McCartney in einem Operationssaal, wo wir einer Kuh halfen, ein Kalb auf die Welt zu bringen, das leider schon im Mutterleib mumifiziert war. Ich habe den Traum gerne erzählt, weil er so absurd war; irgendwann, ein paar Jahre später wurde mir während des Erzählens auf einmal bewusst, was die Botschaft war. (Der innere Konflikt, der den Traum ausgelöst hatte, bestand nicht mehr, deswegen war es dann auch einfach, den Traum zu verstehen).*

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Ich habe mich lange nicht mehr damit beschäftigt, vielleicht habe ich ja keine unbewussten inneren Konflikte mehr, oder sie sind mir inzwischen egal, oder ich habe inzwischen andere Methoden gefunden, mein Unterbewusstsein auszuleuchten, sucht es euch aus. Nachdem ich mich aber mit F. über Träume unterhalten habe, bekam ich zur Belohnung mal wieder ein paar symbolische Träume. Ganz gängiger Effekt: Wenn man die Traumdeutung von Freud liest, bekommt man normalerweise irgendwelche Träume mit wunderbarer Freud'scher Symbolik, wenn man sich mehr auf die Träume  konzentriert, wird man dann auch mit ein paar Vorführträumen belohnt. Bei mir war es diesmal ein Traum, in dem wir in einem zweistöckigen Haus wohnten, im Untergeschoß wohnte S., eine alte Freundin aus Universitätszeiten, die leider schon gestorben ist. Im Traum war sie auch tot, ihre Leiche war offenbar schon seit Wochen im Untergeschoß und ich machte mir Gedanken darüber, was man jetzt tun könnte. Anonym die Polizei rufen? Die würden dann ja mich verdächtigen und ich hatte doch mit dem Tod gar nichts zu tun. Die ganze Situation war sehr unangenehm. Beim Aufwachen brauchte ich nicht lange zu überlegen, was mir der Traum sagen wollte: Es gibt unangenehme Dinge, die noch viel unangenehmer werden, wenn man sie lange rausschiebt. So z.B. wenn man wie ich die Zusage für einen Fachbuchbeitrag gibt und vier Monate nach der Deadline noch nicht mit dem Schreiben begonnen hat. Mit dem Hang zum schlechten Wortspiel, der dem Traum zu eigen ist, fand er nicht nur ein eindringliches Bild dafür, wie ein dauerndes Versäumnis dazu führt, dass es immer unangenehmer wird, sondern er machte auch darauf aufmerksam, dass meine längst überzogene Deadline eben meine "Leiche im Keller" (bzw. Untergeschoß ist). Dass die Deutung nicht allzu schwierig war, lag sicher auch daran, dass mein Fachbuchdrama zwar ein innerer Konflikt ist, aber ganz sicher kein unbewusster. 



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Vorgestern hatte ich (nachdem mal wieder ein Anruf mit Frage nach dem Sachstand kam) wieder einen Traum. Ich ging in einem großen Tal herum, das offensichtlich eine Talsperre war, die noch nicht mit Wasser befüllt war. Die Bergwände ragten sicher über 100 m auf allen Seiten. Irgendwie wusste ich, dass die Talsperre um 16 Uhr befüllt wurde, hatte es aber erst mal nicht eilig herauszukommen. Auf einmal begann von allen Seiten das Wasser zu kommen und ich merkte, dass ich mich jetzt langsam in Sicherheit bringen müsste. Ich begann die Felsen hoch zu klettern, machte mir aber etwas Sorgen, ob ich hoch genug klettern könnte. Das Merkwürdige war, dass ich noch während des Traums das Traumgeschehen analysierte und praktisch einen Kommentar dazu dachte: Ganz schön dick aufgetragen, ja, ich weiß, ich bin ziemlich spät dran mit dem Schreiben, aber müssen meine Träume denn so durchsichtig pädagogisch sein? 

Als ich aufwachte, musste ich nicht lange über den Traum nachdenken, weil ich ihn ja schon währenddessen analysiert hatte. Ich hoffe mal, das war's dann mit solchen Träumen, sonst kann ich gleich noch ein Bändchen mit Motivationsfabeln schreiben.



*Nö, den erkläre ich jetzt nicht, träumt gefälligst selbst etwas. 

Freitag, 15. Dezember 2017

Freitagstexter


Mal etwas Neues: Bei der geschätzten Frau Lakritze habe ich beim Freitagstexter mitgemacht, einen Pokal eingesammelt und darf jetzt heute den nächsten Freitagstexter ausrichten. Das bedeutet: Ein Bildchen hier einzustellen und die Blogbesucher zu bitten, einen schönen Untertitel für das Bild zu finden. Die Vorschläge werden gesammelt bis Dienstag, 24 Uhr, am Mittwoch wird ein Gewinner gekürt, der dann am nächsten Freitag in seinem Blog weitermachen darf/muss. 

(Die ausführlichen Regeln finden sich hier, beim Wortmischer.

(Ich muss wohl nicht erläutern, dass in diesem Blog von den Kommentatoren eigentlich schon lange Freitagstexter gespielt wurde, ohne dass uns allen das bewusst war. Ich habe natürlich die Sorge, dass die Alternativbetextung hier nur funktioniert, wenn nicht dazu aufgefordert wird. Wir werden sehen.)


So, Tiere gehen ja immer. Also her mit den Über- und Unterschriften in den Kommentaren!

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Dienstag, 12. Dezember 2017

Der Träumer, erwachend



Im Traum war mir die Lösung noch vollkommen klar vor Augen gestanden, wie ein Text in Druckschrift auf weißem Papier,  aber schon kurz nach dem Aufwachen war mir so, als seien die Buchstaben vom Blatt gefallen, und wären nur noch zufällige Striche und Kringel, ohne Ordnung auf dem Boden liegend. 

Moment. Sind das Nudeln?



Montag, 11. Dezember 2017

1 Abend, 2 Bilder



Einer sieht von oben zwei Männern beim Biertrinken zu. Vielleicht hätte er zu den Geschichten aus Helgoland und dem Allgäu etwas beitragen können.


Diese drei jungen Leute waren eher nicht im Kuchen-Rausch.